Die richtige Reifenluftdruckkontrolle ist ein wesentlicher Bestandteil der Fahrzeugwartung, der oft unterschätzt wird. Viele Autofahrer sind sich der entscheidenden Rolle, die der Reifendruck für die Sicherheit, die Wirtschaftlichkeit und die Lebensdauer ihrer Reifen spielt, nicht bewusst. Ein regelmäßiger Check kann Unfälle verhindern, den Kraftstoffverbrauch senken und die Umwelt schonen.
Warum der Reifendruck so wichtig ist
1. Sicherheit geht vor
Der korrekte Reifendruck ist direkt mit der Fahrsicherheit verbunden. Ein zu niedriger Reifendruck kann dazu führen, dass sich der Reifen überhitzt und platzt, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Unfälle auf Autobahnen. Darüber hinaus verschlechtert ein falscher Druck das Fahrverhalten erheblich. Das Fahrzeug reagiert träger auf Lenkbewegungen, der Bremsweg verlängert sich und die Seitenführung bei Kurvenfahrten wird unsicherer. Ein optimal aufgepumpter Reifen sorgt hingegen für maximalen Grip und eine stabile Straßenlage, was in kritischen Situationen lebensrettend sein kann.
2. Kraftstoffersparnis und Umweltschutz
Ein zu geringer Reifendruck erhöht den Rollwiderstand des Fahrzeugs. Das bedeutet, der Motor muss mehr arbeiten, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten, was zu einem höheren Kraftstoffverbrauch führt. Laut verschiedenen Studien kann ein nur um 0,2 Bar zu niedriger Reifendruck den Spritverbrauch um bis zu 1 % steigern. Bei den heutigen Kraftstoffpreisen summiert sich das schnell. Wer also regelmäßig den Reifendruck überprüft, spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch den CO2-Ausstoß seines Fahrzeugs und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

3. Längere Lebensdauer der Reifen
Der falsche Reifendruck ist einer der Hauptgründe für vorzeitigen Reifenverschleiß. Bei zu wenig Druck verschleißen die Schultern des Reifens stärker, während die Mitte unberührt bleibt. Bei zu hohem Druck hingegen nutzt sich nur die Mitte des Reifens ab, was die Lebensdauer erheblich verkürzt. Ein gleichmäßig abgenutzter Reifen ist ein Zeichen für den richtigen Druck. Durch regelmäßige Kontrolle kann die Lebensdauer Ihrer Reifen um Tausende von Kilometern verlängert werden, was die Kosten für den Reifenkauf deutlich reduziert.
So prüfen Sie den Reifendruck richtig
- Wann: Prüfen Sie den Reifendruck immer bei kalten Reifen. Das bedeutet, Sie sollten nicht mehr als wenige Kilometer gefahren sein.
- Wo: Den empfohlenen Druck finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs, an der Innenseite der Fahrertür oder auf der Innenseite des Tankdeckels. Es gibt meistens verschiedene Werte für normale und volle Beladung.
- Wie: Verwenden Sie ein genaues Manometer, das an jeder Tankstelle oder im Fachhandel erhältlich ist. Schrauben Sie die Ventilkappe ab, setzen Sie das Manometer auf das Ventil und lesen Sie den Wert ab. Passen Sie den Druck bei Bedarf an.
- Wie oft: Experten empfehlen, den Reifendruck mindestens einmal pro Monat und vor jeder längeren Fahrt zu kontrollieren.
Fazit
Die Reifendruckkontrolle ist eine einfache, aber äußerst wirkungsvolle Maßnahme. Sie kostet kaum Zeit und Aufwand, bietet jedoch erhebliche Vorteile in puncto Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Machen Sie die regelmäßige Prüfung des Reifendrucks zu einem festen Bestandteil Ihrer Fahrzeugwartung. Ihre Sicherheit, Ihr Geldbeutel und die Umwelt werden es Ihnen danken.





